Personalberatung vs. Personalvermittlung – ein Unterschied oder Wortklauberei?

Personalvermittlung, Headhunting, Personalberatung etc. gehören zu den Begriffen, die oftmals fälschlicherweise miteinander gleichgesetzt werden. Welche Tätigkeiten stecken hinter diesen Begriffen und worin liegen die Unterschiede?

Die Berufsbezeichnung des Personalberaters ist rechtlich nicht geschützt und auch die Berufsausübung unterliegt keiner gesetzlichen Regelung. So kann jede natürliche oder juristische Person diese Tätigkeit ausüben. Aus diesem Grund hat das Institut der Unternehmensberater des BDU im Jahr 2011 die Grundsätze qualifizierter und ordnungsgemäßer Personalberatung formuliert, welche Unternehmen und Bewerbern eine wichtige Entscheidungsgrundlage bei der Auswahl einer Personalberatung bieten sollen.

Die Personalberatung ist eine Dienstleistung, die sich mit der Beratung von Unternehmen bei der Suche und Auswahl von Fach- und Führungskräften befasst. Diesbezüglich werden Personalberater auch nach erbrachter Leistung und nicht nach Erfolg honoriert und erhalten laut Marktstudie des Bundesverbandes für Personalmanager im Durchschnitt 25,5 % des Zieleinkommens als Honorar. Bezahlt wird ein intensiver Beratungsprozess, angefangen bei der Vorbereitung, Gestaltung und Durchführung von Beurteilungsmaßnahmen, die Begleitung des Suchprozesses bis hin zur Personalentwicklungs-, Personalmarketings- und zur Vergütungsberatung. Qualifizierte Personalberater arbeiten nur im exklusiven Auftrag und Interesse Ihres Mandanten. Ein Exklusivauftrag umfasst eine vertragliche Vereinbarung, die besagt, dass keine weiteren Auftragnehmer an der Besetzung der vakanten Stelle beteiligt sein dürfen. Dies garantiert dem Bewerber zudem ein erhöhtes Maß an Vertraulichkeit und Diskretion, weil auch die Unternehmensseite vertraglich verpflichtet ist über den Vorgang des Recruitings keinerlei Infos nach außen zu kommunizieren.

Während Personalberater erfolgsunabhängig vergütet werden, arbeiten Personalvermittler auf reiner Erfolgsbasis und werden somit dem Maklerrecht zugeordnet. Ein Personalvermittler vermittelt, wie der Name schon sagt, potentielle Bewerber an Arbeitgeber, oftmals ohne festen Auftrag, und erhält hierfür eine Provision.
Ein weiterer Begriff der in diesem Zusammenhang einer Erklärung bedarf, ist der moderne Ausdruck des Headhuntings. Headhunting stellt einen Teil der professionellen Personalberatung dar und meint die direkte und gezielte Ansprache identifizierter potenzieller Kandidaten in ausgewählten Unternehmen. Denn in vielen Fällen reicht die klassische Anzeigenschaltung nicht mehr aus.

Der Fachkräftemangel macht sich in jeder Branche bemerkbar. Somit steigt auch die Nachfrage nach guter und diskreter Personalberatung, um die Vakanz mit einem passenden Kandidaten möglichst langfristig zu besetzen. Laut Marktstudie des Bundesverbands der Personalberater (2015) sei es schwer, trotz klarer Auswahlkriterien, zwischen guten und schlechten Headhuntern zu unterscheiden. Mehr als jeder zweite Studienteilnehmer berichtet sogar von Erfahrungen mit unseriösen Headhuntern. Diese machen sich insbesondere durch ihre zu aufdringliche Leistungsbewerbung sowie durch eine viel zu hohe, nicht der Leistung entsprechenden Honorarhöhe kenntlich. Weiterhin bemängelten die Studienteilnehmer, dass Berater sich nicht an vereinbarte Kriterien hielten und nicht überprüfte Kandidatenlisten präsentierten.

Der Bundesverband der Personalmanager hat darauf reagiert und  auf Grundlage der Ergebnisse einen „Kodex des guten Headhuntings“ veröffentlicht. Dieser Kodex umfasst die wichtigsten Kriterien für die Auswahl eines Headhunters bzw. Personalberaters, dem sich auch die Dr. Schwerdtfeger Personalberatung verpflichtet fühlt und dies durch die Mitgliedschaft im Bundesverband Deutscher Unternehmensberater dokumentiert. Neben den erforderlichen Branchenkenntnissen, die unsere Berater aus unterschiedlichen Fachrichtungen mitbringen, legen wir insbesondere Wert darauf, unseren Mandanten und sein Unternehmen persönlich kennenzulernen. Nur so können wir sicherstellen, am Ende des Tages auch die passenden Kandidaten für das Team im Unternehmen präsentieren zu können.

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