Nachwuchsarbeit immer wichtiger

Die Nachwuchsförderung wird im Rahmen des Fachkräftemangels und des Aufbaus einer Arbeitgebermarke immer wichtiger. So hat sich auch die Dr. Schwerdtfeger Personalberatung in dem letzten Halbjahr der Hochschularbeit gewidmet, um Studenten und Absolventen unterschiedlicher Studiengänge einen Einblick in den Arbeitsmarkt zu gewähren. Neben dem Besuch zahlreicher Hochschulmessen in der Bundesrepublik, fanden auch im Hause der Dr. Schwerdtfeger Personalberatung wieder einige Veranstaltungen statt.

Anfang Mai war zunächst die AG Schwein, eine selbstständig organisierte Arbeitsgruppe von Göttinger Agrarstudenten, zu Besuch bei der Dr. Schwerdtfeger Personalberatung. Nach interessanten Vorträgen zum Arbeitsmarkt und zur Marke „Ich“ fand ein reger Austausch statt, in dessen Verlauf diverse Fragen zum Thema Personalberatung und Berufseinstieg beantwortet werden konnten.

Zu der 4. Auflage unserer Südoldenburger Agri Career Days fanden sich am 30. und 31. Mai schließlich über 20 Agrarstudenten und –absolventen in der Katholischen Akademie in Stapelfeld ein. Die zweitägige Veranstaltung bot neben informativen Vorträgen rund um den Berufseinstieg inkl. Vorstellungsgespräch und Bewerbungsverfahren auch die Gelegenheit, regionale Unternehmen aus der Tierproduktion kennenzulernen und Kontakte aufzubauen.

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Dr. Clemens Schwerdtfeger die Gäste mit einem anschließenden Vortrag zu den Besonderheiten des Oldenburger Münsterlandes und gab umfangreiche Einblicke in den Arbeitsmarkt im „Silicon Valley“ der Agrarindustrie. Da die Unternehmen immer globaler agieren, werden Zusatzqualifikationen, wie Fremdsprachen oder interkulturelle Kompetenzen immer bedeutender. Aus diesem Grunde seien Auslandserfahrungen sehr empfehlenswert.

Diese Thematik griff Isabel Purnhagen, Head of Research bei der Dr. Schwerdtfeger Personalberatung, auf und stellte unter dem Titel „Bewerbung und Vorstellungsgespräch – Basis für den erfolgreichen Berufseinstieg“ die wichtigsten Dinge zusammen, die es zu beachten gilt. Ein individuelles Anschreiben, ein professionelles Bewerbungsfoto und ein strukturierter Lebenslauf sind die drei wichtigsten Komponenten in einer erfolgreichen Bewerbung. Auch auf die Tücken im Bewerbungsgespräch ging Frau Purnhagen ein. „Machen Sie sich bewusst, wer Sie selbst sind, was Sie können und was Sie gerne tun“, lautet die Devise. Denn dann kann man auch die vermeintlich schwierigen Fragen nach eigenen Stärken und Schwächen zufriedenstellend beantworten.

Einen anderen Fokus setzte Silvia Breher, Kreisgeschäftsführerin im Landvolkverband Vechta, in ihrem Beitrag und räumte kräftig mit den Vorurteilen über das Oldenburger Münsterland auf. Dass Leute von außerhalb sagen, es würde in diesem Gebiet stinken, ist nach Ansicht der Rechtsanwältin nur eine andere Umschreibung dafür, wie produktiv die hiesige Landwirtschaft ist und dass die Leute vor Ort gern viele Dinge anpacken.

Bevor der Tag mit einem gemeinsamen Grillen einen netten Ausklang fand, erzählte der XXL-Ostfriese Tamme Hanken, bekannt aus Funk und Fernsehen, aus seinem Alltag als Knochenbrecher, aber auch aus seiner bewegten Vita und wie es zu seiner TV-Karriere gekommen ist. Neben einigen Anekdoten steuerte Hanken auch ernsthafte Gedanken zur aktuellen Lage auf den Agrarmärkten bei: „Wir müssen auf ein Level zurück, bei dem alle Spaß haben“, denn eines ist sicher: „Ohne Landwirtschaft geht nichts“.

Am Abend hatten Kandidaten und Unternehmen die Gelegenheit in lockerer Atmosphäre „Speeddates“ für den Folgetag zu vereinbaren. Diese 20-minütigen Kurzgespräche ermöglichten es den Kandidaten und Unternehmensvertretern, sich gegenseitig kennenzulernen und über Interessen und berufliche Ziele zu sprechen. Alles in allem eine sehr gelungene Veranstaltung, welche so in ihrer Organisation einzigartig ist, lautete das einhellige Fazit von den Beteiligten.

Im Rahmen des Moduls „Personalwirtschaft in der Agrar- und Ernährungswirtschaft“ waren Anfang Juni über 35 Göttinger Agrarstudenten angereist, um Unternehmen  des Agribusiness im Oldenburger Münsterland kennenzulernen. Mit Pilzland und Big Dutchman öffneten große und erfolgreiche Unternehmen ihre Tore und gewahren einen Einblick in die Produktion. Im sehr informativen Vortrag von Professor Windhorst (Universität Vechta) zum Thema „Entwicklung der internationalen Agrarmärkte“, standen insbesondere die zukünftige Produktion und der Verzehr von Fleischprodukten im Vordergrund. Langfristig ist insbesondere ein Augenmerk auf den Geflügelmarkt zu legen, hier sind noch längst nicht alle Märkte umfassend erschlossen.

Daran schloss sich eine interessante Debatte mit Vertretern von  der EW Group, Agrifirm Deutschland und Bröring an. Was wird von Absolventen erwartet, was wird geboten? Wie sieht der klassische Berufseinstieg aus? Diese und weitere Fragen wurde in ausgiebiger Fragerunde beantwortet. Abgerundet wurde der Ausflug mit einem Besuch bei der Firma Wernsing, wo die Verarbeitung von der Kartoffel zu Pommes Frites im Detail besichtigt werden konnte.

Auch diese Gruppe zog am Ende ein positives Fazit. Das Oldenburger Münsterland bleibt aus Agribusiness-Perspektive eine hochspannende Gegend mit interessanten Unternehmen. Umgekehrt konnten die Unternehmen mit Hilfe der Dr. Schwerdtfeger Personalberatung erste Blicke auf die zukünftigen Fach- und Führungskräfte im Agribusiness werfen.

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