Der Algorithmus findet Profile. Wir führen die Technologie und entwickeln Beziehungen.
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René Wessels im Gespräch über den gezielten Einsatz moderner Technologien, eine digital gestützte Prozess-Struktur und die Kernwerte einer zukunftsfähigen Personalberatung.
Die fortschreitende Digitalisierung verändert die Personalberatung nicht nur am Rand, sondern im Kern. Während in vielen Bereichen noch über den Nutzen von künstlicher Intelligenz diskutiert wird, hat die Dr. Schwerdtfeger Personalberatung die vergangenen Monate genutzt, um digitale Assistenzsysteme fest in die eigenen Prozesse zu integrieren. René Wessels, Partner der Dr. Schwerdtfeger Personalberatung, begleitet mittelständische Unternehmen der Food- und Agrarindustrie bei der Besetzung von Schlüsselpositionen. Im Gespräch erklärt er, warum technologische Führerschaft im modernen Recruiting ein unverzichtbares Differenzierungsmerkmal ist, wie unser Team KI entlang der gesamten Wertschöpfungskette einsetzt und warum am Ende derjenige gewinnt, der die intelligentesten Systeme mit dem größten Branchenknowhow und Fingerspitzengefühl steuert.
Herr Wessels, wie hat sich unser täglicher Beratungsalltag durch den gezielten Einsatz generativer KI verändert?
Es ist eine sehr dynamische, konsequente Weiterentwicklung. Wir reden hier nicht mehr über punktuelle Software-Updates. In den vergangenen zwölf Monaten haben wir unser gesamtes Prozess-Modell technologisch neu definiert und digitale Unterstützung an jeder entscheidenden Stelle unserer Wertschöpfungskette fest eingebaut. Als Dr. Schwerdtfeger Personalberatung haben wir den Anspruch, im Bereich des Recruitings technologisch führend zu sein. Diese Entwicklung ist für uns ein klares Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb. Wir nutzen generative KI heute in einer Detailtiefe und Geschwindigkeit, die uns im Markt einen spürbaren Qualitäts- und Geschwindigkeitsvorteil verschafft.
In der Branche wird oft nur über die administrative Entlastung gesprochen. Welchen strategischen Mehrwert bietet uns die Technologie darüber hinaus in der täglichen Mandatsarbeit?
Wer KI heute noch als bessere Schreibkraft versteht, schöpft das Potenzial bei weitem nicht aus. Wir nutzen die Technologie proaktiv und strategisch. Ein konkretes Beispiel ist unsere Gesprächsvorbereitung – egal ob bei Mandatsaufnahmen mit Unternehmen oder bei Interviews mit Kandidaten. Hier nutzen wir die enorme Recherche-Kompetenz generativer KI. Wir erhalten dadurch im Vorfeld ein hochpräzises, maßgeschneidertes Briefing für die Gesprächsführung. Früher musste dafür im Research sehr viel Zeit aufgewendet werden, um Markt- und Unternehmensstrukturen manuell zusammenzutragen. Heute erledigen unsere KI-Systeme diese tiefe Recherchearbeit in Sekundenschnelle und überführen sie direkt in unsere vorgefertigten Profile. Das spart wertvolle Zeit und hebt die Qualität unserer Gesprächseinstiege auf ein neues Niveau.
An welchen Stellen unseres Suchprozesses greifen wir konkret auf diese Technologien zurück?
Sie unterstützt uns fortlaufend. Auch während der eigentlichen Gesprächsführung setzen wir auf modernste digitale Unterstützung. Wir nehmen unsere Interviews und Mandatsgespräche in der Regel mit Zustimmung der Teilnehmenden auf und lassen sie vollautomatisiert transkribieren. Dadurch stellen wir sicher, dass wir 100 % der Informationen fehlerfrei verarbeiten und kein wertvolles Detail verloren geht.
Diese lückenlose Datengrundlage ist die Brücke zu allen weiteren Prozessschritten, die wir ebenfalls digital gestützt durchführen. Die Datenrecherche innerhalb unserer Suchmandate wird durch die intelligente Verknüpfung verschiedener Systeme spürbar beschleunigt. Wir erzielen durch diesen Technologie-Einsatz eine hohe Geschwindigkeit, von der unsere Mandanten direkt profitieren. Sogar außerhalb des direkten Suchprozesses, im Büromanagement und Backoffice, unterstützt uns ein eigens entwickelter GPT dabei, administrative Routineaufgaben und Terminabsprachen effizient zu koordinieren.
Dabei gilt für alle Systeme ein eiserner Grundsatz: Technologie darf niemals auf Kosten der Vertraulichkeit gehen. Gerade in unseren Branchen ist absolute Diskretion das höchste Gut. Deshalb arbeiten wir ausschließlich mit geschlossenen, DSGVO-konformen Systemen, deren Server in der EU stehen und die streng dem EU-Datenschutzrecht unterliegen. Unsere Mandanten können sich darauf verlassen, dass wir die digitale Präzision mit derselben absoluten Diskretion handhaben, für die wir seit über zwei Jahrzehnten stehen.
Wenn die Datengewinnung und -verarbeitung so hochgradig automatisiert ablaufen: Wie definiert sich dann die Rolle des Beraters neu?
Der Wert des Beraters verschiebt sich – weg vom bloßen Datensammler hin zum strategischen Steuermann. Die Auswahl der richtigen Profile, die finale Bewertung der Kompetenzen und das Abgleichen der Persönlichkeiten mit der jeweiligen Unternehmenskultur unseres Mandanten obliegen nach wie vor zu 100 % unseren erfahrenen Beratern.
Die Technologie liefert uns die perfekte, datenbasierte Steilvorlage, aber das Werkzeug läuft nicht von allein. Es ist die Aufgabe unserer Berater, diese hochkomplexen Systeme präzise zu steuern und Aufgaben zu delegieren. Nur wenn wir diese Technologie mit unserer eigenen Branchenexpertise, unserer Erfahrung und unserem Know-how managen, entstehen am Ende die qualitativ hochwertigen Ergebnisse, für die wir stehen. Technologische Führung funktioniert nur im Zusammenspiel mit menschlichem Fingerspitzengefühl und Branchenexpertise.
Das bedeutet, unsere Branchenkontakte und unser persönliches Netzwerk werden durch die Technologie nicht ersetzt, sondern vielmehr verstärkt?
Exakt. Gerade in unseren Branchen – der Ernährungsindustrie und dem Agribusiness – pflegen viele erfahrene Führungskräfte keine lückenlosen Online-Profile. Für standardisierte, rein automatisierte Algorithmen sind sie schlicht unsichtbar.
Unsere technologische Stärke erlaubt es uns, den Markt präzise zu kartografieren. Aber die Brücke zu den Menschen bauen wir nach wie vor über unsere Jahrzehnte gewachsenes, persönliches Netzwerk. Die KI liefert uns die datenseitige Präzision, wir liefern den vertrauensvollen Zugang.
Wie sieht die Personalberatung der Zukunft aus und welche Rolle nehmen wir dabei als Dr. Schwerdtfeger Personalberatung ein?
Der Markt wird sich stark polarisieren. Wer sich diesen technologischen Entwicklungen dauerhaft verschließt, wird es schwer haben, den heutigen Qualitäts- und Geschwindigkeitsansprüchen gerecht zu werden. Die Personalberatung der Zukunft ist durchgehend technologiegestützt.
Wir haben bei dieser Entwicklung bewusst die Führung übernommen. Indem wir technologisch vorangehen, halten wir unseren Beratern den Rücken frei von administrativen Bremsen. Das schafft uns genau den Freiraum, den ein vertrauensvolles Beziehungsgeschäft braucht: mehr Zeit für die strategische Beratung unserer Mandanten auf Augenhöhe und mehr Zeit für den diskreten, persönlichen Austausch mit den besten Köpfen der Branche. Die KI liefert uns die besten Daten am Markt – und wir führen die Gespräche, die am Ende den Unterschied machen.
