Der attraktive Arbeitgeber: Mit Employer Branding zum Favoriten der Generation Z werden

Während sich viele Arbeitgeber noch auf die Generation Y konzentrieren, also die Jahrgänge der frühen 80er bis in die späten 90er Jahre, steht die nächste Generation Arbeitnehmer schon längst in den Startlöchern, um den Arbeitsmarkt zu erobern.

Die Generation Z, auch bekannt als Generation Greta, Digital Natives oder Generation „I“, zeichnet sich insgesamt durch ein überdurchschnittlich hohes Umweltbewusstsein und Umweltengagement aus, wobei dies längst nicht auf alle Vertreter dieser Generation zutrifft. Insbesondere Firmen der Agrar- und Ernährungsbranche hatten es daher bislang häufig schwerer, nicht nur Vertreter der Gen Z, sondern insgesamt Kandidaten außerhalb der Branche für das eigene Unternehmen zu gewinnen.

Hier setzt aber derzeit ein Wandel ein, welcher der breiten Öffentlichkeit und damit auch potenziellen Mitarbeitenden und Führungskräften einen neuen Blick auf die Branche ermöglicht. Viel Bewegung ist in dieses Thema ganz aktuell auch in Folge der Corona-Krise geraten. Das Bewusstsein der Bevölkerung für die Bedeutung der regionalen Landwirtschaft bei der Versorgung mit Lebensmitteln ist geschärft worden und bewirkt eine erhöhte Wertschätzung der Unternehmen, die zur Sicherung der Lage beitragen.

Doch der Wandel kommt nicht nur von außen, er wird auch seitens der Unternehmen gefördert. Sie öffnen sich der Bevölkerung, erlauben Einblick in ihre Produktionsabläufe, zeigen die modernen Techniken, mit denen im Precision Farming gearbeitet wird, hinterfragen sich selbst und schenken dem Thema Nachhaltigkeit zunehmend mehr Beachtung. Ein Prozess, der sich nicht nur positiv auf die Branche, sondern auch auf die jeweilige Arbeitgebermarke und somit auf die Gewinnung von potenziellen Mitarbeitenden und Führungskräfte auswirkt und weitergeführt werden muss.

Die Bedeutung von generationsbezogenem Employer Branding

Für Arbeitgeber stellen die Unterschiede der verschiedenen Generationen immer größer werdende Herausforderungen dar. Die Arbeitgeberattraktivität spielt für Arbeitnehmende jeden Alters eine große Rolle.

Zukunftsorientierte Unternehmen zeichnet das Bewusstsein aus, dass die Arbeitgebermarke mehr ist als bloße Personalgewinnung. Employer Branding kann heute vielmehr als eine cross-funktionale Disziplin gesehen werden, die alle Interaktionen mit den Mitarbeitenden vom potenziellen Kandidaten bis hin zum Ex-Mitarbeitenden umfasst. Somit werden alle Maßnahmen im Rahmen des Personalmanagements, die mit der Arbeitgebermarke in Verbindung stehen, zu jedem Zeitpunkt zu einem erfolgskritischen Faktor für Unternehmen.

Was wirkt wie – Einflussfaktoren der Arbeitgebermarke

Es gibt bestimmte Aspekte, die die Wahrnehmung als attraktiver Arbeitgeber beeinflussen können. Interessierte, potenzielle Kandidaten werfen zunächst einen Blick auf die typischen Jobinhalte. Neben klassischen Charakteristika wie Aufgaben und Herausforderungen, Vergütung und Sozialleistungen, hat das Thema der Work-Life-Balance in den vergangenen Jahren an Relevanz gewonnen. Flexible Arbeitszeiten oder Homeoffice-Angebote sind kaum noch wegzudenken.

Die Unternehmenskultur rückte in den vergangen Jahren ebenfalls immer weiter in den Fokus der Mitarbeitenden. Die eigenen Werte sollten idealerweise mit denen des Unternehmens und der anderen Mitarbeitenden übereinstimmen, um eine langfristige Bindung eingehen zu können. Daher empfiehlt es sich, die gelebten Werte des Unternehmens mit Hilfe der Employer Brand transparent zu machen und authentisch darzustellen. Sei es die gelebte Internationalität, die hohe Qualifikation der Mitarbeitenden oder der dynamische Geist der Belegschaft – so werden die Richtigen auf Sie aufmerksam.

Gerade dieser Punkt birgt für viele Unternehmen der Agrar- und Ernährungsbranche eine große Chance. Viele Unternehmen in diesen Segmenten sind in den vergangenen Jahren bereits in Sachen Unternehmenskultur aktiv geworden, haben sich nicht nur als Arbeitgeber, sondern auch ihre Kultur hinterfragt und wo erforderlich ganz neu ausgerichtet. Dabei profitieren gerade die kleinen und mittelständischen Unternehmen aufgrund ihrer Größe und der damit verbundenen Nähe zu ihren Mitarbeitenden und Führungskräften von gezielten Veränderungen und Denkanstößen. Diese werden für alle Beteiligten schnell im beruflichen Alltag erlebbar und werden dann auch nach außen getragen, wo sie in Sachen Employer Branding ihre ganze positive Strahlkraft entfalten können.

Eine positive Unternehmenskultur wirkt sich zudem zum Vorteil auf das Unternehmensimage aus, welches nach Erfahrungen der Dr. Schwerdtfeger Personalberatung in der Vergangenheit eine zunehmend wichtigere Rolle in der Personalgewinnung eingenommen hat. Deshalb ist es wichtig, sich als Arbeitgeber Gedanken zur Einstellung des Unternehmens gegenüber Mensch und Umwelt zu machen. Dabei sollte auch der Blick auf den Umgang mit Kunden und Lieferanten nicht vergessen werden. Denn hat ein Unternehmen oder eine Branche erst einmal einen schlechten Ruf, ist es schwer, diesen wieder wettzumachen.

 Und was ist nun mit der Generation Z?

Ihre Vorbilder reichen von Pop-Ikone Billie Eilish, über die Umweltaktivistin Greta Thunberg bis hin zum erfolgreichen Visionär Elon Musk. Die einzelnen Strömungen innerhalb der Generation Z  könnten unterschiedlicher nicht sein. Und doch sind sie sich sehr einig, was ihre Zukunft anbelangt. Es soll sich nämlich etwas verändern.

Allen voran ist den jungen Nachwuchsführungskräften ein gut bezahlter Job, der Spaß macht, wichtig. Individualismus steht an hoher Stelle, sich im Job selbst zu verwirklichen wird zur Priorität.
Doch ein Arbeitgeber, der für diese Generation attraktiv sein will, muss mehr bieten: Integrierter Klimaschutz, soziale Verantwortung tragen, Sinnhaftigkeit des Tuns, die Einbindung von Social Media und allem, was die Digitalisierung sonst noch so bieten kann. Eine ausgeglichene „Work-Life-Balance“ gilt als selbstverständlich.

Die Generation Z steht auf Glaubwürdigkeit. „Walk the talk“ heißt die Devise. Die jungen Talente erkennen schnell, ob die beworbene Arbeitgebermarke auch wirklich gelebt wird oder doch „nur ein Marketinginstrument“ ist. Ganz besonders übel nehmen sie den Firmen das sogenannte „Green Washing“ – wenn ein Arbeitgeber Umweltbewusstsein in der Außendarstellung vorgaukelt, aber in der Realität nicht lebt. Das geht nach Einschätzung der Generation Z gar nicht – immerhin geht es um ihre Zukunft!

Doch ist der neue Arbeitgeber nicht authentisch, tritt er ins Fettnäpfchen. Man erreicht Kandidaten, die nicht wirklich zu einem passen und dementsprechend nicht die gewünschte Leistung erbringen. Wenn diese neuen Mitarbeiter die Firma aber schnell wieder verlassen, sucht man die Schuld fälschlicherweise bei ihnen: „Typische Karrierehopper, diese jungen Hüpfer!“ Erkennen die jungen Fachkräfte jedoch das „wozu“ und erleben tatsächlich die erwartete Kultur, können sie sich als sehr wertvolle Mitarbeiter erweisen.

Fragen, die sich Menschen der Generation Z stellen…

… sollten sich deshalb auch die Arbeitgeber stellen und beantworten!

Welche Werte lebt das Unternehmen? Sind diese mit mir vereinbar? Wie werden diese nach außen getragen? Was macht die Firma authentisch und einzigartig? Warum möchte ich für diese Firma arbeiten? Kann ich in dem Unternehmen etwas beitragen? Und wie?

Die Folgen sind klar: Je stärker das Employer Branding den Arbeitsalltag wiedergibt, desto erfolgreicher sind Personalgewinnung und –bindung der Generation Z.

Insbesondere heute, in einem Arbeitsmarkt, wo wirklich passende Mitarbeiter Mangelware sind, entscheiden sich Talente nicht mehr „nur noch“ für ein passendes Jobprofil, sondern auch für oder gegen ein Unternehmen. Nutzen Sie also die Chance mit einer starken Arbeitgebermarke zum Wunscharbeitgeber der Generation Z zu werden.

Gerne stehen wir Ihnen für weitere Informationen zum Thema Employer Branding zur Verfügung!

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